Letzte Woche saß ein Kunde hier bei uns im Laden an der Berger Straße und fragte: "Soll ich mir einen E-Scooter kaufen oder einfach die Miet-Apps nehmen?" Das ist eine Frage, die ich hier in Bornheim immer öfter höre. Und ehrlich: Es gibt keine pauschale Antwort.
Aber lass mich dir helfen, das für dich selbst zu klären.
Das Mieten: Flexibilität ohne Verantwortung
Wenn du nur gelegentlich einen Scooter brauchst — sagen wir, zwei-, dreimal die Woche vom Bahnhof zur Arbeit — ist Mieten wahrscheinlich deine Lösung. Du schnappst dir einen von Tier, Lime oder Voi, fährst los und stellst ihn einfach wieder ab. Fertig. Keine Gedanken über Wartung, keinen kaputten Akku, keine Sorge, dass jemand dein Gerät klaut.
Für Pendler aus dem Rhein-Main-Gebiet, die mit der S-Bahn in die Innenstadt oder zur Zeil fahren und dann noch die letzten zwei Kilometer überbrücken müssen, ist das praktisch. Du zahlst pro Fahrt — meist 1 bis 3 Euro, je nach Anbieter und Tageszeit.
Das Problem? Wenn du es täglich nutzt. Dann wird's teuer. Rechnen wir durch: 20 Arbeitstage im Monat, zwei Fahrten pro Tag, durchschnittlich 2,50 Euro pro Fahrt. Das sind 100 Euro monatlich. Über ein Jahr: 1.200 Euro. Und du hast am Ende nichts in der Hand.
Das Kaufen: Investition mit Tücken
Ein guter E-Scooter kostet zwischen 300 und 800 Euro. Sagen wir, du investierst 500 Euro in ein solides Modell. Jetzt gehört dir das Ding.
Aber — und das ist wichtig — du bist jetzt auch verantwortlich. Der Akku hält nicht ewig. Nach zwei bis drei Jahren brauchst du einen neuen, das können 80 bis 150 Euro sein. Die Reifen verschleißen. Manchmal ist die Bremsanlage hinüber. Und ja, die Elektronik kann kaputt gehen.
Dazu kommt: Du musst das Ding irgendwo lagern. Kleine Wohnung in Bornheim oder Bockenheim? Dann steht der Scooter im Flur oder im Keller. Nicht besonders praktisch.
Aber wenn du wirklich täglich fährst, amortisiert sich der Kauf nach etwa fünf bis sechs Monaten. Danach zahlst du nur noch für Wartung und Verschleiß.
Was spricht für welche Variante?
Kaufen macht Sinn, wenn:
- Du mindestens 4–5 Mal die Woche damit fährst
- Du eine sichere Abstellmöglichkeit hast
- Dir kleine Reparaturen nicht zu viel Kopfzerbrechen bereiten
Mieten macht Sinn, wenn:
- Du eher spontan fährst oder unregelmäßige Wege hast
- Du in einer WG oder kleiner Wohnung wohnst
- Du kein Risiko bei Diebstahl oder Beschädigungen eingehen möchtest
Es gibt auch einen Mittelweg: Manche Anbieter haben Abos. Flat-Rate für 30 Euro im Monat, unbegrenzte Nutzung. Das lohnt sich, wenn du 10–12 Mal im Monat fährst.
Der Frankfurter Realitätscheck
Hier in Frankfurt ist das Netz der Miet-Scooter echt dicht. Von der Innenstadt bis Sachsenhausen, vom Ostbahnhof bis ins Nordend — überall stehen sie herum. Wenn du spontan mobil sein willst, ist das cool.
Aber gerade jetzt im Winter? Dann sieht's anders aus. Manche Scooter sind nass, manche haben kaputte Bremsen, manche findest du einfach nicht, wenn du sie brauchst. Beim eigenen Gerät weißt du, dass es funktioniert, weil du dich drum gekümmert hast.
Mein Tipp: Probier es erst mit Mieten. Schau, wie oft du's wirklich nutzt. Wenn es nach ein, zwei Monaten täglich läuft, dann kauf dir einen. Wenn's sporadisch bleibt, spar dir die Kohle.
Und wenn du dich nicht sicher bist oder Fragen zur Nutzung oder zu Versicherungen hast — komm gerne montags bis freitags zwischen 10 und 19 Uhr in die Bergerstr. 178 vorbei. Wir sind hier im Bornheim, und ich oder meine Kollegen Ikram und Hacer helfen dir gerne weiter. Oder ruf kurz unter 069 90431261 an.
Wir kennen das Pendler-Leben hier in Frankfurt. Und wir wissen, wie du deine Mobilität optimal nutzt.