Letzte Woche kam ein Kunde aus Sachsenhausen rein, Handy in der Hand, Akku leer nach gefühlten zwei Stunden. Er hatte sich Videos angeschaut, wie man das Ding selbst öffnet. Neue Batterie bei Amazon für 15 Euro bestellt. Klingt verlockend, oder? Aber dann hat er gemerkt: Das ist ein ganzes Projekt.
Ich verstehe den Gedanken völlig. Klar, die Akkus sind irgendwann durch, das ist einfach so. Und wenn du handwerklich begabt bist, warum nicht sparen? Aber es gibt ein paar Dinge, die man wissen sollte, bevor man sein Handy auseinandernimmt.
Das DIY-Abenteuer: Warum es komplizierter ist als gedacht
Bei neueren Smartphones ist das kein fünf-Minuten-Job. Apple-Geräte? Vergiss es — die sind zusammengeklebt wie ein Kunstwerk. Samsung, Pixel und Co. sind etwas zugänglicher, aber immer noch knifflig. Du brauchst spezielle Werkzeuge: Pentalobe-Schraubendreher, Spudger, Wärmepistole zum Lösen der Klebestreifen. Das Ding kostet zusammen 20–30 Euro, wenn du es überhaupt findest.
Und dann kommt der Spaß: Beim Öffnen reißt du schnell die Displaykabel ab. Zack — 200 Euro Displayschaden obendrauf. Oder du beschädigst den Akku selbst beim Einbau. Lithium-Batterien mögen das nicht besonders. Im schlimmsten Fall: Kurzschluss, Brandgefahr, das ganze Drama.
Ein Stammkunde aus dem Nordend hat mir das mal gestanden — er wollte sparen, hat dann sein iPhone 12 versucht zu öffnen und die Displayverbindung beschädigt. Am Ende zahlte er mehr als wenn er von Anfang an zu uns gekommen wäre.
Wasserdichtigkeit ade
Falls dein Handy wasserdicht ist oder war: Nach einem Eigenversuch kannst du das vergessen. Die Dichtungen sitzen nicht mehr richtig. Dann regnet es irgendwann in dein Gerät, und das war's.
Was kostet eine professionelle Reparatur?
Bei uns im Laden an der Berger Straße liegen wir im Schnitt zwischen 40 und 80 Euro für einen Akkuwechsel — je nach Modell und Hersteller. Dazu kommt: Garantie. Wenn was schiefgeht, haften wir dafür. Und der Termin ist oft am selben Tag möglich, nicht zwei Wochen Wartezeit.
Die 15-Euro-Batterie von Amazon? Die ist oft nicht original oder hat keine Kapazität wie versprochen. Nach einem halben Jahr ist sie wieder im Eimer.
Wann macht Selbermachen trotzdem Sinn?
Es gibt da eine Ausnahme: Ältere Smartphones mit abnehmbarem Akku. Samsung Galaxy S5, manche Motorola-Modelle. Da kannst du wirklich einfach die Rückseite abnehmen und den Akku rausnehmen. Fertig. Kostet 20 Euro, dauert 30 Sekunden. Aber ehrlich gesagt sehen wir diese Handys kaum noch.
Ansonsten? Nur wenn du absolute Routine hast und die Werkzeuge ohnehin rumliegen. Und selbst dann würde ich dir raten, vorher einen Backup zu machen.
Die praktische Variante
Wenn du nicht warten willst oder gerade auf der Zeil unterwegs bist: Komm einfach montags bis freitags zwischen 10 und 19 Uhr in die Bergerstr. 178 vorbei — das ist hier in Bornheim, zentral gelegen. Samstags haben wir bis 16 Uhr offen. Oder ruf kurz unter 069 90431261 an, wir sagen dir, wann wir Zeit haben.
Wir machen das täglich, mit der richtigen Ausrüstung, und dein Handy ist sicher. Plus: Du sparst dir den Stress und die Sorge, dass was kaputtgeht.
Die Entscheidung liegt bei dir. Aber wenn du fragst? Ich würde zum Laden kommen.