Wartung & Tipps

Handy ins Wasser gefallen? Das machst du SOFORT — und das niemals

Letzte Woche stand ein Kunde aus Sachsenhausen bei uns im Laden. Sein iPhone war beim Spaziergang am Main aus der Jackentasche gefallen — direkt ins Wasser. Das Erste, was er gemacht hat? Er hat es sofort wieder hochgenommen, angeschaltet und probiert, ob es noch funktioniert. Großer Fehler. Jetzt sitze ich hier und schreibe dir auf, was du stattdessen tun solltest.

Weil: Bei uns in Frankfurt regnet es oft genug, und Wasser ist der Feind deines Handys Nummer eins. Nicht nur bei Regen. Auch beim Joggen neben dem Main, beim Spaziergang durch Bornheim, oder einfach weil die Kaffeetasse umkippt. Es passiert schneller, als dir lieb ist.

Was du in der ersten Minute tun musst

Aus dem Wasser raus — klar. Aber dann: Sofort ausschalten. Nicht neugierig anmachen, nicht schnell gucken, ob noch was funktioniert. Ausschalten. Punkt.

Why? Weil Wasser an sich nicht das Problem ist. Das Problem ist der Kurzschluss. Solange dein Handy nicht lädt und nicht an ist, kann es keinen Kurzschluss geben. Sobald Strom fließt, geht es kaputt. Wirklich kaputt.

Nach dem Ausschalten: Trocknen. Nicht mit dem Föhn. Nicht auf der Heizung. Nicht in der Mikrowelle (ja, das hat schon wer probiert). Nimm ein weiches Tuch — ein T-Shirt, ein Handtuch — und tupfe das Wasser vorsichtig ab. Auch die Ränder, die Lautstärkeregler, die Ladebuchse.

Dann: Liegenlassen. Mindestens 24 Stunden. Idealerweise an einem warmen, trockenen Ort, aber nicht heiß. Fensterbank funktioniert. Oder einfach in einer Schublade. Die meisten modernen Handys sind mittlerweile wasserfest bis zu einer bestimmten Tiefe — das heißt aber nicht, dass sie sofort wieder funktionieren, wenn sie nass sind.

Was du auf KEINEN Fall tun darfst

Lade dein Handy nicht auf. Ernsthaft. Nicht "nur kurz gucken". Nicht "vielleicht passiert nix". Die Ladebuche ist eine Einfallspforte für Wasser, und wenn du da Strom reinschickst, ist es vorbei.

Und bitte: Nicht in den Backofen. Nicht in den Trockner. Nicht ins Reiskorn. Das ist ein Mythos. Reis trocknet dein Handy nicht, es macht nur alles klebrig.

Auch wichtig: Nicht mehrfach an- und ausschalten, um zu testen, ob es noch funktioniert. Jedes Mal, wenn du das machst, riskierst du einen Kurzschluss.

Nach 24 Stunden: Vorsicht ist geboten

Wenn 24 Stunden rum sind, kannst du vorsichtig anschalten. Wenn es funktioniert — Glück gehabt. Aber: Nicht direkt laden. Erst noch ein paar Stunden warten.

Wenn es nicht funktioniert oder nur teilweise funktioniert, oder wenn Wasser noch in der Ladebuchse ist: Komm zu uns in die Bergerstraße. Wir können die Innereien deines Handys genauer anschauen und dir sagen, ob Reparatur noch sinnvoll ist oder ob es Elektronikschrott ist.

Eine Stammkundin aus Bornheim hatte letzte Woche so einen Fall — ihr Samsung war ins Waschbecken gefallen. Nach zwei Tagen haben wir das Gerät geöffnet, vorsichtig gereinigt und es lief wieder. Nicht immer klappt das, aber wenn man schnell handelt, ist die Chance größer.

Wir helfen dir weiter

Du brauchst eine Reparatur oder dir ist unklar, ob dein Handy noch zu retten ist? Komm vorbei oder ruf kurz an. Montag bis Freitag sind wir von 10 bis 19 Uhr für dich da, samstags von 10 bis 16 Uhr. Die Bergerstraße 178 in Bornheim, oder telefonisch unter 069 90431261. Wir schauen uns das an und sagen dir ehrlich, was möglich ist.

Und für die Zukunft: Es gibt wasserfeste Handys. Oder zumindest welche mit besserer Wasserfestigkeit als andere. Wenn du viel am Main unterwegs bist oder generell öfter in Regionen gerätst, wo dein Handy nass werden könnte, sprechen wir gerne über Alternativen. Aber das Wichtigste ist: Im Notfall nicht panik machen, nicht laden, nicht föhnen — einfach ausschalten und trocknen lassen.

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