Letzte Woche war ein Kunde bei uns im Laden an der Berger Straße — aus Bornheim, pendelt täglich zur Zeil — und fragte völlig überrascht, warum sein Vertrag plötzlich um weitere zwei Jahre verlängert wurde. Er dachte, der läuft einfach aus. Passiert öfter, als man denkt.
Das Problem ist eigentlich ganz simpel: Wenn du nichts tust, macht dein Mobilfunkvertrag einfach weiter. Telekom, Vodafone, o2 — egal bei welchem Netz du bist — alle arbeiten nach dem gleichen Prinzip. Der Vertrag verlängert sich automatisch, meist um zwei weitere Jahre.
Die Sache mit der Stillschweigenden Verlängerung
Das klingt brutal, ist aber rechtlich okay. Du hast einen Vertrag unterschrieben, und darin steht meistens irgendwo (in kleiner Schrift, ja) die Kündigungsfrist. Typisch sind zwölf Monate zum Ende der Laufzeit. Wenn du bis dahin nicht kündigst, verlängert sich alles automatisch.
Why? Weil die Anbieter natürlich nicht wollen, dass du einfach gehst. Sie setzen auf Trägheit — und ehrlich, es funktioniert. Viele Leute merken gar nicht, dass sie gebunden sind, bis sie einen neuen Vertrag woanders abschließen wollen und plötzlich eine Kündigungsfrist um die Ohren gehauen bekommen.
Das Blöde: Während du gebunden bist, zahlst du oft mehr, als du könntest. Die Neukunden-Angebote sind häufig besser als das, was Bestandskunden bekommen. Das ist unfair, aber so läuft der Markt.
Was genau passiert dann?
Dein Vertrag rollt einfach weiter. Deine monatliche Rate bleibt in der Regel gleich, aber deine Laufzeit wird wieder um zwei Jahre verlängert. Manche Anbieter erhöhen die Preise dann auch noch — das ist leider erlaubt, wenn sie dich vorher informieren.
Du bist also wieder gebunden. Zwei Jahre. Das ist lange, wenn du merkst, dass dein Angebot mittlerweile veraltet ist oder du einfach zu einem besseren Tarif wechseln möchtest.
Eine Stammkundin aus Sachsenhausen war richtig sauer, weil ihr Vertrag stillschweigend verlängert wurde und sie dann 50 Euro mehr pro Monat zahlte — weil der Anbieter die Preise erhöht hatte. Sie hätte kündigen müssen. Punkt.
Wie du das vermeidest
Es gibt nur eine Lösung: Du musst aktiv werden. Schreib auf, wann dein Vertrag endet — nicht irgendwann, sondern konkret. Wenn die Kündigungsfrist zwölf Monate beträgt und dein Vertrag im März 2025 ausläuft, musst du spätestens im März 2024 kündigen.
Das Tückische: Die Anbieter erinnern dich nicht daran. Das ist nicht ihre Aufgabe. Du musst selbst auf die Uhr gucken.
Kündigen kannst du per Brief (mit Einschreiben, zur Sicherheit), per Email oder manchmal auch online im Kundenportal. Aber Vorsicht — nicht jeder Kanal ist rechtlich sicher. Ein Brief ist am sichersten.
Wenn du unsicher bist oder es einfach nicht im Kopf behältst, komm bei uns vorbei. Hier im Shop helfen wir dir auch beim Thema Kündigung und Wechsel. Wir arbeiten mit Telekom, Vodafone und o2 — und können dir ehrlich sagen, wo du gerade besser fährst.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr, samstags 10 bis 16 Uhr. Die Bergerstr. 178 in Bornheim ist leicht zu erreichen, und wenn du vorher anrufen möchtest, wähle einfach 069 90431261 — wir nehmen uns Zeit für deine Fragen.
Klar, es ist ein bisschen nervig, selbst aktiv zu werden. Aber wenn du es vergisst, zahlst du möglicherweise Jahre länger, als du müsstest. Das lohnt sich nicht. Schreib es dir hin. Oder komm einfach vorbei, wir kümmern uns darum.